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Microshifting: Warum in der Wissensökonomie nicht Zeit, sondern Leistungsfähigkeit entscheidet



Wenn heute über „newWork“ oder die „Zukunft der Arbeit“ gesprochen wird, geht es oft um Arbeitszeiten. Vier-Tage-Woche. Homeoffice. 8 bis 17 Uhr oder flexibel.

Das greift zu kurz.


"Microshifting" bedeutet etwas anderes. Es beschreibt den Übergang von Zeitkontrolle zu Selbststeuerung produktiver Energie.

Die entscheidende Frage lautet nicht mehr: "Wann arbeitest du?" sondern: "Wann bist du leistungsfähig?"


Wissenarbeit folgt nicht der Uhr

In Industriearbeit war Zeit gleich Produktivität.In Wissensarbeit ist das nicht mehr so.

Ein komplexes Konzept entsteht nicht zwischen 9:00 und 9:30, nur weil es im Kalender steht.


Es entsteht dann, wenn drei Dinge zusammenkommen:

  • Konzentration

  • mentale Frische

  • Kontext


Der Organisationstheoretiker Karl Weick beschreibt das als Sensemaking: Menschen erzeugen Bedeutung, wenn sie in der Lage sind, Muster zu erkennen. Das braucht Fokus, nicht Präsenz. Microshifting bedeutet, genau diesen Fokus systematisch zu ermöglichen.


Warum Unternehmen umdenken müssen

Viele Organisationen messen Arbeit noch immer in

  • Anwesenheit

  • Meetings

  • Reaktionsgeschwindigkeit


Dabei sinkt genau dadurch die eigentliche Wertschöpfung.

Wenn Mitarbeitende ihre produktiven Zeitfenster selbst steuern können

  • steigt die Qualität von Entscheidungen

  • sinkt die Fehleranfälligkeit

  • wächst Eigenverantwortung


Das ist keine Wellness-Massnahme. Das ist betriebliche Effizienz.


Führung im Microshifting-Modus

Führung heisst dann nicht mehr:„Ich sehe dich arbeiten.“ sondern:„Ich sehe, dass Ergebnisse entstehen.“


Das setzt Klarheit voraus

  • Was ist wirklich wichtig?

  • Woran messen wir Wirkung?

  • Wo trägt jemand Verantwortung?


Ohne diese Klarheit wird Flexibilität zum Chaos. Mit ihr wird sie zur Leistungsquelle.


Die eigentliche Verschiebung

Microshifting ist keine Diskussion über Homeoffice. Es ist eine Verschiebung von:

Arbeitszeit zu Arbeitswirksamkeit


Unternehmen, die das verstehen, gewinnen

  • mehr Fokus

  • mehr Eigenverantwortung

  • bessere Entscheidungen


Und genau das braucht die Neue Arbeitswelt.



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